Roland Berger: Marktvolumen der Digital Health-Produkte wächst geschätzt auf 38 Milliarden Euro

Akteure im Gesundheitsmarkt nehmen an, dass die Ausgaben für digitale Produkte und Services bis 2025 auf ca. acht Prozent der Gesundheitsausgaben ansteigen.

Nach dieser Schätzung wächst in den kommenden Jahren das Marktvolumen der digitalen Gesundheitslösungen hochgerechnet auf 155 Milliarden Euro in Europa, beziehungsweise 38 Milliarden Euro in Deutschland. Das ist ein Ergebnis der Studie 'Future of Health: Eine Branche digitalisiert sich – radikaler als erwartet' von dem Beratungsunternehmen Roland Berger, München. Im Rahmen der Studie nahmen 400 Experten des Gesundheitswesens an einer Umfrage teil. Das Panel umfasste verschiedene Stakeholder-Gruppen, darunter Patienten, Ärzte, Verantwortliche aus Kliniken, privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen sowie aus der Pharmaindustrie und Medizintechnik. 40 Prozent der Befragten stammten aus dem DACH-Raum, 40 Prozent aus weiteren europäischen Ländern und 20 Prozent aus anderen Ländern. Außerdem erfolgte eine zweite Befragungswelle mit Einzelinterviews.

Den größten Wachstumsschub erwarten die Befragten laut der Studie durch die digitale Krankheitsprävention und die KI-Diagnostik. (KI steht für künstliche Intelligenz.) Darauf folgen KI-basierte Therapieentscheidungen und digitale Therapien. Karsten Neumann, Partner bei Roland Berger, berichtet: "Die von uns befragten Experten gehen davon aus, dass in sechs Jahren bereits ein Fünftel der ärztlichen Leistungen durch KI abgedeckt sein könnte." Allein das Marktvolumen für Gesundheits-, Diagnose- und Selbstüberwachungs-Apps soll bis 2025 auf 16 Milliarden Euro steigen.

(Quelle: Roland Berger)